
La fourbure chez le cheval
Veröffentlicht am 21 june 2024
Wie lässt sich Hufrehe beim Pferd vorbeugen ?
Hufrehe ist eine schwere Erkrankung, die zu den größten Befürchtungen aller Reiter sowie Pferde- und Ponybesitzer gehört, denn sie ist äußerst schmerzhaft und vor allem sehr gefährlich für unsere Schützlinge. Daher ist es entscheidend zu wissen, wie man sie erkennt, wie man ihr vorbeugt und wie man reagiert, um die Ursache so schnell wie möglich zu behandeln.
Was ist Hufrehe ?
Hufrehe, vielen Besitzern von Pferden und Ponys bekannt, ist eine entzündliche Erkrankung des Hufs. Diese schwere Erkrankung ist nach der Kolik die zweithäufigste Todesursache beim Pferd.
Hufrehe entsteht durch eine Entzündung und Störung der Blutzirkulation im Huf, was zu einem Abbau der inneren Gewebe des Hufs führt, genannt Keratophyll und Podophyll, die für die Hufgesundheit des Pferdes unerlässlich sind.
Wenn diese Gewebe geschädigt werden, wird das dritte Zehenglied des Pferdes (distale Phalanx) nicht mehr ausreichend gestützt. Das führt zu einem Verlust der Verbindung und anschließend zu einem Kippen der distalen Phalanx (3. Phalanx) nach vorne.
Je schwerer die Gewebeschädigung ist, desto weiter kann das dritte Zehenglied absinken, bis es die Hornkapsel erreicht. Dies nennt man "das Einsinken", das in den schwersten Fällen zu einer Durchbrechung der Sohle führen kann.
Es gibt zwei Arten von Hufrehe:
- Die akute Hufrehe, sehr heftig und von kurzer Dauer
- Die chronische Hufrehe mit im Laufe der Zeit entstandenen Läsionen, die zu Rückfällen neigen können
Symptome – wie erkennt man Hufrehe ?
Meist beginnt Hufrehe mit leichten klinischen Anzeichen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zu erkennen sind. Daher ist es wichtig, sie zu kennen:
Das erste, auf den ersten Blick sichtbare Zeichen ist die Haltung. Ein hufrehekrankes Pferd nimmt zur Schmerzreduktion eine Schonhaltung ein, bei der es sein Gewicht auf die Trachten verlagert: Das Pferd steht nach vorn herausgestellt, das heißt, die Vorderbeine sind vor die Senkrechte gesetzt, während die Hinterbeine unter den Körper vorverlagert sind. Man spricht von einer Schmerzhaltung (Schonhaltung).
Zudem zeigt das Pferd Bewegungsschwierigkeiten: Es hat große Mühe zu laufen, ist widerwillig und versucht, die Hufe so zu setzen, dass es möglichst wenig Schmerzen hat. Der Gang ist unnatürlich, es „läuft wie auf Eiern“ und wirkt sehr unkomfortabel. Außerdem ist das Pferd ungern bereit, die Hufe zu geben, und neigt dazu, sich hinzulegen, um die Schmerzen in den Hufen zu lindern.
Grundsätzlich kann Hufrehe in seltenen Fällen alle vier Gliedmaßen betreffen oder nur eine; am häufigsten sind jedoch die beiden Vorderbeine betroffen. Auch Anzeichen an den Hufen können Symptome der Hufrehe offenbaren, wie ein verstärkter Digitalpuls (Pulsation des Blutes an der unter der Innenseite des Fesselkopfs verlaufenden Arterie), Wärme an der Hufwand (die Wärme betroffener Hufe mit der eines gesunden Pferdes vergleichen) sowie eine erhöhte Herzfrequenz.
Weitere unspezifische Schmerzzeichen können parallel auftreten, etwa Appetitverlust, schnellere Atmung mit geweiteten Nüstern, und das Pferd kann dazu neigen, sich von anderen Pferden zu isolieren.
Hufrehe ist äußerst schmerzhaft und gefährlich für das Pferd und stellt daher einen medizinischen Notfall dar. Es ist wichtig, bei den ersten klinischen Anzeichen und Symptomen umgehend einen Tierarzt zu kontaktieren.
Ursachen der Hufrehe
1 - Fütterungsbedingte Ursachen
Übergewichtige Pferde, deren Bedarf unter dem von normal konditionierten Pferden liegt, haben je nach Fütterung ein höheres Risiko, an Hufrehe zu erkranken.
Eine übermäßige Aufnahme von Kraftfutter (z. B. wenn ein Pferd ausbricht und Zugang zu Getreide erhält) kann Pferde ebenso einem Hufreherisiko aussetzen wie eine zu große Menge an zucker-/stärkereichem Gras beim Anweiden im Frühjahr, was einen Überschuss an Kohlenhydraten verursachen kann.
Auch der Verzehr großer Mengen Eicheln sowie giftiger Pflanzen und Kräuter, wie Eibe oder Bergahorn (Sykomore-Ahorn), kann beim Pferd eine Entzündung in einem oder mehreren Hufen begünstigen.
Ein abrupter Futterwechsel erhöht das Risiko für Hufrehe.
2 - Krankheitsbedingte Ursachen
Pferde mit Erkrankungen wie dem Cushing-Syndrom (PPID), Diabetes oder auch EMS können ein erhöhtes Hufreherisiko haben.
3 - Ursachen durch Bewegung und/oder Belastung
Nach einer Ruhigstellung (Rekonvaleszenz nach Verletzung oder Fraktur) kann bei einem Pferd Hufrehe auftreten.
Pferde können auch nach intensiver körperlicher Belastung eine Hufrehe entwickeln, die eine erhebliche Beanspruchung der Gliedmaßen mit sich bringt, insbesondere auf hartem Boden, oder im Zusammenhang mit Verletzungen oder Frakturen, wenn das Pferd sein Gewicht zur Entlastung auf ein anderes Bein verlagert.
Wie Hufrehe vorbeugen ?
Einige Equiden sind eher zu Hufrehe veranlagt als andere, insbesondere Ponys, Kaltblüter, Shetlands sowie Pferde mit Erkrankungen wie dem Cushing-Syndrom und EMS. Wichtig ist auch zu wissen, dass ein Pferd, das bereits Hufrehe hatte, ein erhöhtes Rückfallrisiko hat und sogar eine chronische Form entwickeln kann.
Empfehlungen zur Vorbeugung von Hufrehe:
- Die Fütterung des Pferdes überwachen und anpassen
- Den Zugang zu frischem Gras begrenzen, insbesondere im Frühjahr von März bis August
- Übergewicht vermeiden
- Für regelmäßige Bewegung des Pferdes sorgen
- Training auf hartem Boden vermeiden
- Regelmäßig den Hufschmied für die Hufpflege hinzuziehen
- Darauf achten, dass das Pferd keine Eicheln oder giftigen Pflanzen frisst
- Abrupte Futterumstellungen vermeiden
- Darauf achten, dass die Nachgeburt nach dem Abfohlen entfernt wird
- Bei zu Hufrehe neigenden Pferden vorbeugend Ergänzungsfuttermittel einsetzen
Es gibt mehrere Möglichkeiten der Vorbeugung gegen Hufrehe. Für Pferde und Ponys, die im Freien leben, können Sie auf die Lösung des Anti-Hufrehe-Fresskorbs für Pferde zurückgreifen, damit die aufgenommene Grasmenge begrenzt wird. Der Korb ermöglicht nicht nur, die verzehrte Grasmenge zu reduzieren, um jedes Risiko von EMS und Hufrehe zu vermeiden, sondern erlaubt dem Pferd gleichzeitig, auf der Weide zu bleiben – ohne Einschränkung von Bewegung und Sozialkontakt. Das Pferd bleibt somit in seinem gewohnten Umfeld und kann sein übliches Futter weiterhin aufnehmen, jedoch in begrenzter Menge, wodurch das Risiko von Übergewicht und Hufrehe verringert wird.
Was tun bei Hufrehe ?
Die erste Maßnahme zu Beginn einer Hufrehe-Episode ist, den Tierarzt zu kontaktieren. Er kann kommen, den Zustand Ihres Pferdes beurteilen und geeignete Behandlungen und Pflege verordnen, um es zu entlasten.
Unsere Tipps bei einer Hufrehe-Episode :
- Das Pferd nicht unnötig bewegen: Es leidet stark, jeder Schritt zählt
- Das Pferd auf eine dicke, weiche Einstreu stellen
- Die Hufe kühlen, z. B. durch Abspritzen oder Hufbäder mit kaltem Wasser
- Bei zu Hufrehe neigenden Pferden bereits vor der Phase mit zucker-/eiweißreichem Gras (von März bis August) geeignete Ergänzungsfuttermittel verabreichen, um das Risiko zu verringern.
Hufrehe ist äußerst schmerzhaft und gefährlich für das Pferd und stellt daher einen medizinischen Notfall dar. Es ist wichtig, bei den ersten Anzeichen und Symptomen umgehend einen Tierarzt zu kontaktieren.







